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Unterricht nach Waganova

Die Methode ist schon über 80 Jahre alt und keiner der Meister kann auf sie verzichten.

Agrippina Waganowa hat in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts in Sankt Petersburg die perfekte Durchbildung des Tänzerkörpers „erfunden“.

Maximale Leistungsfähigkeit, höchste Sprungkraft, Spannung, Haltung, Dehnung und, das ist das Wichtigste: Die perfekte Anmut der Bewegung.

Nijinski, Nurejev, Haydee als TänzerInnen, Krenko, Spörli, Neumaier, Bejart als Choreographen: Keiner kann auf den Bewegungskanon verzichten. Aber auch die Modernen wie Cunningham oder – ganz nah: Pina Bausch: sie alle arbeiten mit Künstlern, die den klassischen Tanz von der Pike auf gelernt haben.

Das mag manchmal etwas eintönig klingen, immer wieder Plié, Tendu, Ronds de Chambes. Aber für die Variationen, die Pirouetten, die großen Sprünge ist es die Voraussetzung.

Es ist das reine Glück.